Vernebelte Rheinebene

Ach wie ist es schön wenn man aus der Ebene ein wenig nach oben fährt, den Nebel hinter sich lässt und plötzlich in der noch wärmenden Novembersonne steht. Extra mit den Kindern aufgestanden und gleich Richtung Pfalz gefahren um das Schauspiel einzufangen. Ein wenig Glück war dabei, man kann aber auch den Wetterbericht studieren und sich vorher eine Webcam anschauen, zum Beispiel die vom Weinbiet, dann fährt man nicht umsonst los. Ganz unten nach dem Text habe ich sie eingebettet. Ich hoffe man sieht morgen etwas, im Moment des Schreibens ist es Nacht und zu sehen ist genau gar nichts 🙂

Blick in die vernebelte Rheinebene

Im Herbst hat man an einigen Tagen auf jeden Fall recht hohe Chancen das wie ich finde einmalige Schauspiel zu genießen. Die Sonne hat dann nicht mehr genug Kraft den Nebel aus den Flusstälern wegzudampfen. Teilweise hängt er tief im Tal und bleibt da unter Umständen bis die Sonne wieder untergeht.

Im Hintergrund stechen die Abgase des Großkraftwerk Mannheim aus dem Nebel

Also nicht einschüchtern lassen vom schlechten Wetter, sondern raus aus dem Haus und rauf auf die Berge. Es lohnt sich meistens.

Einer meiner Lieblingsplätze die Maria Schutzkapelle oberhalb von Maikammer

Wenn es einmal nicht sonnig ist, dann hat es vielleicht Nebel, oder man wird in Normalen Zeiten mit einem Warmen Platz in einer der Pfälzerwaldhütten belohnt.

Knallgelbe Blätter, hier aber nicht, die Sättigung habe ich absichtlich rausgenommen.

Österreich – Serfaus Komperdell, Silvretta Hochalpenstraße und ein bisschen Schweiz

Urlaubsfotos sind eine schwierige Sache. Vor allem wenn man im Urlaub begleitet wird und die nötige Ruhe nicht hat mit dem Einstellungen der Kamera zu spielen, die richtige Perspektiv zu suchen um das perfekte Bild zu machen. Ich habe es deswegen gar nicht erst versucht, habe auch beim Entwickeln der RAW Dateien mich auf die notwendigsten Korrekturen einzelner Bilder beschränkt. Heißt meist nur ein wenig Belichtungskorrektur, das ein oder andere Bild gedreht oder zugeschnitten mehr nicht.

Den Rest macht die schöne Natur.

Fotografiert habe ich mit den beiden Sigma Objektiven 24-70mm und 50mm, außerdem noch mit dem Sony Weitwinkel 12-24mm. Das Wetter war durchwachsen und für Ende August bzw. Anfang September ziemlich kalt. Für einen Urlaub etwas nervig, aber zum Fotos machen ganz gute Bedingungen. Es hat meistens nicht geregnet und die Wolken und der aufziehende Nebel waren natürlich interessanter als nur Sonnenschein. Das macht dann auch was her. Ich denke die werde ich vielleicht noch einmal nachbearbeiten wenn ich etwas Muse habe. Vielleicht auch etwas für mein Kalenderprojekt

Wo es besonders schön ist…

muss es nicht besonders voll sein. Erstaunlich, aber die Hoffnung starb diesmal nicht zuletzt. Wir sind nicht wie alle anderen zum Wandern in den Schwarzwald gefahren, wo schon seit Tagen die Besucherströme nicht mehr abreisen wollen. Wir sind in die (fast) hintersten Winkel der Pfalz gefahren. Dort wo sich Wolf und Bär gute Nacht zu sagen scheinen. Angenehm jedenfalls, wenn man eher keine Menschen treffen möchte und dann wider Erwarten doch über sehr lange Zeit, völlig alleine durch den Wald läuft.

Dort also, wo Handyempfang endet, die deutsch-französische Grenze nicht weit ist, insofern man in der heutigen Zeit noch davon sprechen kann, steht auf einem Bergrücken ein sehr imposantes Sandsteinmassiv. Vom Örtchen Eppenbrunn auf deutscher, oder von Roppeviller aus auf französischer Seite, kann man einen 7 – 10 km langen Rundweg bewandern um dieses schöne Fleckchen Erde zu besuchen.

Es gibt doch für Wald ziemlich viel zu fotografieren, ein schönes Tal mit einem Bach, an dem es auch Lurche und Eisvögel geben soll. Außerdem sind die Felsen im Sommer bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang wohl sehr schön. Sie werden dann im rötlichen Licht beschienen und sollen wohl ein tolles Motiv abgeben. Im Januar muss man vermutlich glück haben, wenn überhaupt Fotos wie beschrieben möglich sind. Ich bin für die Schnappschüsse dann aber doch ganz zufrieden.

Im Wald da steht ein Haus

Im Wald bei Kirrlach steht ein Haus. Im Schornstein sitzt ein kleines Käuzchen, seit mehreren Tagen immer zuverlässig an der ein und der selben stelle. Es scheint zu schlafen, als ich aber angefahren kam hat es seinen Kopf gedreht und mich ein wenig beobachtet.

Ich hatte heute die APS-C Kamera dabei, drauf mein Sigma 100-400mm was mit Crop Faktor sowas um die 600mm sein dürfte. Da es schon etwas dämmerig war und dort viele Fichten stehen, sind die ISO Werte etwas hoch. Die Bilder leicht verrauscht und nicht knackig scharf. Muss die Tage also noch einmal hin und dann mit Stativ fotografieren.

Der Natur etwas nachhelfen

Auf die Idee gebracht hat mich damals mein Kollege Daniel, wir waren zu dritt auf Foto Tour auf der Insel Usedom und ich habe bei einem kurzem Stopp während einer Fahrradtour ein Foto geschossen auf das ich ziemlich stolz war.

Buchenblatt das auf Gräsern liegt

Die Geschichte geht weiter und bei der abendlichen Besprechung unserer Bilder zeige ich das Foto auf dem Laptop. Daniel und Frank sagen sofort super Foto! Aber kommt dann von Daniel, Du hättest die Gräser die nach rechts und links weglaufen noch etwas aufhübschen können. Zum Beispiel mit einer Bürste oder mit den Fingern etwas ausrichten. Ich war da anderer Meinung. Aber vermutlich hatten sie recht muss ich im Nachhinein anerkennen.

In der Regel tut es gut etwas nachzuhelfen. Das ist ja eigentlich auch immer der Fall. Bei Portraits werden die Models geschminkt. Bei der Food Fotografie wird stundenlang arrangiert, besprüht, erhitzt, lackiert. Dann wird in der Post-Produktion noch alles nachbearbeitet – so auch hier.

Ohne jetzt zu sehr auf die Post-Produktion einzugehen, da ist nämlich gar nicht viel passiert außer das Anwenden des Standard Farbprofils, will ich zeigen was ich aus dem Pilz gemacht habe, den ich da am Wegrand entdeckt habe.

Der war bedeckt von diesen braunen Buchenblättern, natürlich lagen auch verdorrte Halme darauf. Ich habe mich an Daniel erinnert und habe dann angefangen aufzuräumen.

  • Gräser weg vom Pilz
  • Grüne Grashalme um den Pilz mit Buchenblättern bedeckt

Dann habe ich erste Fotos gemacht. Ich habe versucht das braun des Pilzes durch die Buchenblätter zu unterstreichen. Dann habe ich versucht, dass die braune Farbe sich Wald im Hintergrund widerspiegelt. Bei meinen letzten Bildern habe ich ein paar Mistelzweige um den Pilz drapiert, die ich auf meinem Spaziergang durch den Wald gefunden hatte.

Die Ergebnisse können sich doch sehen lassen, oder? Leider habe ich es versäumt ein Vorher-Bild zu machen. Dann wäre der Effekt besser sichtbar gewesen.