God bless the Huhn

Am Freitag hatte ich mich einem unbekanntem Terrain gewidmet, der Fotografie von Vögeln. Dazu muss man wissen, dass es in der Nähe meines Heimatsortes ein nicht ganz unbekanntes Vogelschutzgebiet gibt. Die Wagbachniederung.

Zusammen mit meinem alten Mitbewohner, der sich, ich denke das kann man schon so sagen, auf das Thema Tiere und Vögel spezialisiert hat, bin ich mit meiner Ausrüstung losgezogen. Ich hatte mir zur Thematik schon so meine Gedanken gemacht. So hatte ich zum Beispiel meine APS-C Kamera und das 100-400mm Objketiv mit. Das ergibt mit Crop-Faktor so in etwa 600mm Brennweite.

Was ich aber unterschätzt hatte ist das gefährliche Halbwissen, das ich noch habe. Keine Gadanken hatte ich mir zum Beispiel über die folgenden Dinge gemacht:

  • Welcher Autofokusmodus
  • Welche Belichtungszeiten
  • Welcher Aufnahmemodus

Hinzugekommen ist, das ich mal wieder gemerkt habe das ich die Technik nicht ausreichend beherrsche. So sind dann auch sicherlich die ersten Fotos mal wieder dadurch verloren gegangen, als ich mich durch die Menüs und Einstellungen der Kamera gewühlt habe. Will heißen, wenn ich mich auf die Motive vorbereitet hätte und die Einstellungen vielleicht auch schon vorher vorgenommen hätte, dann wäre der Ärger vor Ort vielleicht ein wenig kleiner gewesen. Naja aber es ist wie es ist.

Ich durfte dann auch mal das Sony (G) 200-600mm nutzen, da merkt man schon das die Technik nicht ganz unwichtig ist. Nicht nur die zusätzliche Brennweite, was mit Crop-Faktor dann ja rund 900mm macht. Auch die ganze Handhabung und Verarbeitung ist im Vergleich zu meinem Sigma schon eine andere Nummer. Hat natürlich auch seinen Preis. Ganz klar, aber wenn man das gern und häufig macht muss man wohl in ein wenig Technik investieren. Will heißen eine Kamera mit hohen Megapixeln bei gleichzeitig gutem Rauschverhalten und ein Licht- und Brennweitenstarkes Objektiv (beides sehr teuer). Oder man hat viel viel Geduld und vielleicht auch ein wenig Glück, das ein Objekt so nahe vor die Kamera kommt das man es gelungen ablichten kann.

Naja so als Fazit, war mal eine Herausforderung. Ich habe gemerkt, das es technisch eine ganz andere Herausforderung ist Vögel im Flug scharf abgelichtet zu bekommen als ein gutes Landschaftsfoto zu schießen. Ich denke mich verschlägt es ab jetzt doch öfters mal in die Tiefen der Wagbachniederung.

Fotos in Zeiten des Lockdown No. 2

Auch nicht schlecht! Leider keine Kamera dabei, nur das Handy, leider auch erst am Bahnhof auf die Idee gekommen ein paar Fotos zu schießen. Wenn man schon einmal so privilegiert ist und während der Ausgangssperre sich auf den Nachhauseweg machen kann.

Links zu sehen ist die Straße zwischen Waghäusel und Kirrlach, Sonntag 12. Dezember 2020, ca. 23:45, entgegengekommen sind mir genau zwei Autos, eins davon war von der Polizei. Meinen Passierschein musste ich aber nicht bemühen.

Die beiden anderen Aufnahmen zeigen mich am völlig leeren Bahnhof Hagsfeld als ich auf die Regionalbahn gewartet habe. Die – muss man sagen – glücklicherweise auch gekommen ist 👍 und erstaunlicherweise auch noch andere Passagiere als mich beförderte.

Die drei ICE, die in der Zeit an mir vorbeigerauscht waren schienen mir leerer. Naja, auf die Bahn scheint jedenfalls verlass zu sein.

Naja, ein bisschen hat das auch etwas von Zombieland. Etwas gespenstig… Hoffen wir mal, dass es nicht all zu lange anhält. Vielleicht habe ich auch noch die Möglichkeit dieses sicherlich einigermaßen historische Ereignis anderweitig einzufangen.