Die Möglichkeiten sind deutlich eingeschränkter als bei einer großen Kamera mit Objektiven. Das hat auch einen Reiz, man muss sich einfach mehr Gedanken machen was man ablichten möchte. Weit entferntes wird mitunter zum Problem, auch schlechte Lichtverhältnisse schlagen vermutlich stärker zu Buche. Kommt auch immer stark auf das Handy an, verallgemeinernd kann man vermutlich sagen, dass da die Flaggschiffe unter den Handys deutlich besser ausgestattet sind.
Verzapfung
Schreinerwerkzeug
Ein Werkzeugschrank in der Schreinerwerkstatt
Ein Werkzeugschrank
Dafür gibt’s aber halt jede Menge Apps, die mit wenigen Klicks ganz passende Effekte über Bild zaubern. Hier habe ich mal wieder eine meiner Lieblingsapps verwendet. Snapseed hat hier mit 2-4 Filtern einen super Grunge-Look erzeugt. Ziemlich passend zur Umgebung Werkstatt wie ich finde.
Ich bin mir da etwas unschlüssig. Was schön ist was hässlich, was langweilig ist und was spannend, das liegt ja im Auge des Betrachters. Mir geht es jedenfalls so das ich meine bekannte Umgebung als eher gewohnt empfinde. Ohne da jemand vor den Kopf stoßen zu wollen, ich lebe gern hier! Ich finde die Gegend auch schön, aber spannendes entdecken? Da muss man schon genau suchen, oder eben Glück haben und so fündig werden.
Wie aber schon gesagt, das geht vielleicht auch nur mir als Einheimischer so. Vielleicht gewöhnt man sich auch an die Weite und Schönheit des Grand Canyon? Die Bilder aus meinem Kalifornien Urlaub 2014 finde ich immer noch grandios, ich kann mir nicht vorstellen vor meiner Haustür derartige Bilder zu machen. In Deutschland im weitesten Sinn schon, in Europa erst recht, aber zuhause?
Naja, zurück zum Thema. Ich war heute auf dem Acker und im Wald unterwegs, ein trüber Tag. Sagen wir mal gewohnte Umgebung. Um es positiv auszudrücken. Ich bin an solchen Tagen froh das es Tools zur Bildbearbeitung gibt.
Ackerfoto
Ackerfoto bearbeitet
Ackerfoto 2
Ackerfoto 2 bearbeitet
Das spielen mit den Kontrastreglern, der Sättigung und auch der Regler zum Entfernen von Dunst im Bereich des Himmels wirkt also schon beträchtlich. Ob man diesen etwas morbid dramatischen Charme mag, das sei jedem selbst überlassen. Es ist auf alle Fälle sehr leicht zu bewerkstelligen, grundsätzlich eine Sache weniger Minuten.
Um die Eingangsfrage zu abschließend zu beantworten:
Ich bin der Meinung das funktioniert nur selten. Kontrast und Sättigung wirken aber manchmal Wunder, auch Schwarz Weiß ist ein Effekt der nicht zu unterschätzen ist. Bei manchen Motiven wirkt auch das komplett anders. Hier musste ich auch schon das ein oder andere Mal feststellen, dass das Motiv gar nicht so langweilig war wie es den Anschein machte.
Heute war ich aber froh, dass ich unseren Leihhund Boomer mit dabei hatte. Er lässt sich zwar ungern fotografieren, aber er ist ein schönes Tier. Definitiv!
Zusammen mit diesem Blog hier habe ich mich auf Instagram angemeldet. Eine nicht zu unterschätzende Quelle der Inspiration wenn einem mal die Ideen ausgehen. Lange Rede kurzer Sinn. Dort bin ich über eine andere Userin wiederum auf den Account @double_exp0sure gestoßen, der Doppelbelichtungen als Thema für sich entdeckt hat.
Ich habe es mal versucht nachzustellen. Für den Anfang sind die Ergebnisse lange nicht so perfekt wie die, die mich auf die Idee gebracht haben. Aber der Aufwand den ich betrieben habe hielt sich aber auch extrem in Grenzen. Dafür muss ich dann sagen bin ich doch einigermaßen zufrieden.
Buchenblätter an einem Zweig mit Frau im Hintergrund
Herbstszenen, Kobination aus Buchenzweig und Szene eines Spaziergangs
Farn mit großer Wolkenformation
Von Doppelbelichtung zu sprechen ist eigentlich Quatsch. Heute ist es ja extrem einfach aus den banalsten Fotos noch etwas raus zu kitzeln. Auch eine solche Doppelbelichtung ist meiner Meinung nach kein Hexenwerk.
Ich verwende dazu die von Google kostenlos zur Verfügung gestellte App Snapseed. Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit einem analogen Film ein extremer Aufwand war, solche ansehnlichen Doppelbelichtungen zu erzeugen. Vielleicht ist es auch ein Genre, das erst mit der Digitalfotografie und Photoshop entstanden ist. Falls Nein, dann hat es früher sicherlich jede Menge Erfahrung gebraucht und ging eher in Richtung Kunstwerk.
Wenn man Ergebnisse wie ganz oben gezeigt erreichen möchte, dann sollte man sich aber Gedanken über die Bildgestaltung machen. Aus der Hüfte schießt man das sicherlich nicht. Auch wenn die Fotos etwas an Poster aus den Neunziger Jahren erinnern, in denen Delphine vor Südseeinseln aus dem Wasser springen, finde ich es eine nette Idee. Wer weiß, vielleicht kann man das Stilmittel das ein oder andere mal gut einsetzen. Ich denke dabei zum Beispiel an Hochzeitsfotografie und alles andere wo ein wenig Pathos erlaubt ist.