Österreich – Serfaus Komperdell, Silvretta Hochalpenstraße und ein bisschen Schweiz

Urlaubsfotos sind eine schwierige Sache. Vor allem wenn man im Urlaub begleitet wird und die nötige Ruhe nicht hat mit dem Einstellungen der Kamera zu spielen, die richtige Perspektiv zu suchen um das perfekte Bild zu machen. Ich habe es deswegen gar nicht erst versucht, habe auch beim Entwickeln der RAW Dateien mich auf die notwendigsten Korrekturen einzelner Bilder beschränkt. Heißt meist nur ein wenig Belichtungskorrektur, das ein oder andere Bild gedreht oder zugeschnitten mehr nicht.

Den Rest macht die schöne Natur.

Fotografiert habe ich mit den beiden Sigma Objektiven 24-70mm und 50mm, außerdem noch mit dem Sony Weitwinkel 12-24mm. Das Wetter war durchwachsen und für Ende August bzw. Anfang September ziemlich kalt. Für einen Urlaub etwas nervig, aber zum Fotos machen ganz gute Bedingungen. Es hat meistens nicht geregnet und die Wolken und der aufziehende Nebel waren natürlich interessanter als nur Sonnenschein. Das macht dann auch was her. Ich denke die werde ich vielleicht noch einmal nachbearbeiten wenn ich etwas Muse habe. Vielleicht auch etwas für mein Kalenderprojekt

Weihnachtsfotografie

Eine Weihnachtskugel am Weihnachtsbau mit niedriger Sättigung

Allen ein besinnliches und gesundes Weihnachtsfest im Kreise der Familie

Der Natur etwas nachhelfen

Auf die Idee gebracht hat mich damals mein Kollege Daniel, wir waren zu dritt auf Foto Tour auf der Insel Usedom und ich habe bei einem kurzem Stopp während einer Fahrradtour ein Foto geschossen auf das ich ziemlich stolz war.

Buchenblatt das auf Gräsern liegt

Die Geschichte geht weiter und bei der abendlichen Besprechung unserer Bilder zeige ich das Foto auf dem Laptop. Daniel und Frank sagen sofort super Foto! Aber kommt dann von Daniel, Du hättest die Gräser die nach rechts und links weglaufen noch etwas aufhübschen können. Zum Beispiel mit einer Bürste oder mit den Fingern etwas ausrichten. Ich war da anderer Meinung. Aber vermutlich hatten sie recht muss ich im Nachhinein anerkennen.

In der Regel tut es gut etwas nachzuhelfen. Das ist ja eigentlich auch immer der Fall. Bei Portraits werden die Models geschminkt. Bei der Food Fotografie wird stundenlang arrangiert, besprüht, erhitzt, lackiert. Dann wird in der Post-Produktion noch alles nachbearbeitet – so auch hier.

Ohne jetzt zu sehr auf die Post-Produktion einzugehen, da ist nämlich gar nicht viel passiert außer das Anwenden des Standard Farbprofils, will ich zeigen was ich aus dem Pilz gemacht habe, den ich da am Wegrand entdeckt habe.

Der war bedeckt von diesen braunen Buchenblättern, natürlich lagen auch verdorrte Halme darauf. Ich habe mich an Daniel erinnert und habe dann angefangen aufzuräumen.

  • Gräser weg vom Pilz
  • Grüne Grashalme um den Pilz mit Buchenblättern bedeckt

Dann habe ich erste Fotos gemacht. Ich habe versucht das braun des Pilzes durch die Buchenblätter zu unterstreichen. Dann habe ich versucht, dass die braune Farbe sich Wald im Hintergrund widerspiegelt. Bei meinen letzten Bildern habe ich ein paar Mistelzweige um den Pilz drapiert, die ich auf meinem Spaziergang durch den Wald gefunden hatte.

Die Ergebnisse können sich doch sehen lassen, oder? Leider habe ich es versäumt ein Vorher-Bild zu machen. Dann wäre der Effekt besser sichtbar gewesen.

Kann aus per se langweiligem etwas spannendes werden?

Fotografie eines Ackers, vor dem Horizont sieht man den Wald

Ich bin mir da etwas unschlüssig. Was schön ist was hässlich, was langweilig ist und was spannend, das liegt ja im Auge des Betrachters. Mir geht es jedenfalls so das ich meine bekannte Umgebung als eher gewohnt empfinde. Ohne da jemand vor den Kopf stoßen zu wollen, ich lebe gern hier! Ich finde die Gegend auch schön, aber spannendes entdecken? Da muss man schon genau suchen, oder eben Glück haben und so fündig werden.

Wie aber schon gesagt, das geht vielleicht auch nur mir als Einheimischer so. Vielleicht gewöhnt man sich auch an die Weite und Schönheit des Grand Canyon? Die Bilder aus meinem Kalifornien Urlaub 2014 finde ich immer noch grandios, ich kann mir nicht vorstellen vor meiner Haustür derartige Bilder zu machen. In Deutschland im weitesten Sinn schon, in Europa erst recht, aber zuhause?

Naja, zurück zum Thema. Ich war heute auf dem Acker und im Wald unterwegs, ein trüber Tag. Sagen wir mal gewohnte Umgebung. Um es positiv auszudrücken. Ich bin an solchen Tagen froh das es Tools zur Bildbearbeitung gibt.

Das spielen mit den Kontrastreglern, der Sättigung und auch der Regler zum Entfernen von Dunst im Bereich des Himmels wirkt also schon beträchtlich. Ob man diesen etwas morbid dramatischen Charme mag, das sei jedem selbst überlassen. Es ist auf alle Fälle sehr leicht zu bewerkstelligen, grundsätzlich eine Sache weniger Minuten.

Um die Eingangsfrage zu abschließend zu beantworten:

Ich bin der Meinung das funktioniert nur selten. Kontrast und Sättigung wirken aber manchmal Wunder, auch Schwarz Weiß ist ein Effekt der nicht zu unterschätzen ist. Bei manchen Motiven wirkt auch das komplett anders. Hier musste ich auch schon das ein oder andere Mal feststellen, dass das Motiv gar nicht so langweilig war wie es den Anschein machte.

Heute war ich aber froh, dass ich unseren Leihhund Boomer mit dabei hatte. Er lässt sich zwar ungern fotografieren, aber er ist ein schönes Tier. Definitiv!

Portraits

Eher zufällig habe ich mich mit gestern Abend mit Portrait-Fotos beschäftigt. Eine Sache die mir eigentlich nicht so sehr liegt. Glücklicherweise habe ich aber dankbare Models um mich, die sich gern ablichten lassen.

Verwendet habe ich die Sony Alfa 7 Mark III mit meinem Sigma 24-70. Ich habe mit Blitz gearbeitet, um Schattenbildung zu reduzieren habe ich mir mit einer Butterbrottüte eine provisorische Softbox gebaut und meist, aber nicht ausschließlich, nach oben geblitzt.

Bei der Entwicklung der RAW-Dateien habe ich wie eigentlich fast immer Lightroom verwendet. Photoshop ist nicht zu Einsatz gekommen, obwohl ich den Bedarf verspürt hatte hier an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig nachzubessern. Zusätzlich zum High Key Effekt habe ich mich noch beim linken Portrait noch die Farbsättigung reduziert.

Bei diesen beiden Bildern habe ich die Farbsättigung reduziert, ein schöner Effekt der zu den grauen Tagen derzeit passt. Gut kommt auch die Weihnachtsbeleuchtung im Hintergrund, dadurch das ich mit offener Blende von 2.8 fotografiert habe verschwimmt sie sehr schön.

Im Vergleich zu den beiden High Key Portraits an denen ich mich versucht habe, wurde auch die Belichtung reduziert. Vn Low-Key kann aber hier keine Rede sein. Die Belichtung liegt mittig im Histogramm, der etwas düstere Effekt kommt alleine durch das rausnehmen der Farbe.

Die beiden folgenden Fotos sind wenig bearbeitet. Einfach als eine Art Referenz zu den obigen erstellt. Hier wurde in Lightroom lediglich die Auto Korrektur für das Profil Farbe bemüht.