Kann aus per se langweiligem etwas spannendes werden?

Fotografie eines Ackers, vor dem Horizont sieht man den Wald

Ich bin mir da etwas unschlüssig. Was schön ist was hässlich, was langweilig ist und was spannend, das liegt ja im Auge des Betrachters. Mir geht es jedenfalls so das ich meine bekannte Umgebung als eher gewohnt empfinde. Ohne da jemand vor den Kopf stoßen zu wollen, ich lebe gern hier! Ich finde die Gegend auch schön, aber spannendes entdecken? Da muss man schon genau suchen, oder eben Glück haben und so fündig werden.

Wie aber schon gesagt, das geht vielleicht auch nur mir als Einheimischer so. Vielleicht gewöhnt man sich auch an die Weite und Schönheit des Grand Canyon? Die Bilder aus meinem Kalifornien Urlaub 2014 finde ich immer noch grandios, ich kann mir nicht vorstellen vor meiner Haustür derartige Bilder zu machen. In Deutschland im weitesten Sinn schon, in Europa erst recht, aber zuhause?

Naja, zurück zum Thema. Ich war heute auf dem Acker und im Wald unterwegs, ein trüber Tag. Sagen wir mal gewohnte Umgebung. Um es positiv auszudrücken. Ich bin an solchen Tagen froh das es Tools zur Bildbearbeitung gibt.

Das spielen mit den Kontrastreglern, der Sättigung und auch der Regler zum Entfernen von Dunst im Bereich des Himmels wirkt also schon beträchtlich. Ob man diesen etwas morbid dramatischen Charme mag, das sei jedem selbst überlassen. Es ist auf alle Fälle sehr leicht zu bewerkstelligen, grundsätzlich eine Sache weniger Minuten.

Um die Eingangsfrage zu abschließend zu beantworten:

Ich bin der Meinung das funktioniert nur selten. Kontrast und Sättigung wirken aber manchmal Wunder, auch Schwarz Weiß ist ein Effekt der nicht zu unterschätzen ist. Bei manchen Motiven wirkt auch das komplett anders. Hier musste ich auch schon das ein oder andere Mal feststellen, dass das Motiv gar nicht so langweilig war wie es den Anschein machte.

Heute war ich aber froh, dass ich unseren Leihhund Boomer mit dabei hatte. Er lässt sich zwar ungern fotografieren, aber er ist ein schönes Tier. Definitiv!