Gestern war ich im Schwarzwald unterwegs. Winter Wonderland. Endlich Schnee und ein wenig Urlaubsfeeling. Außerdem nicht alltäglich, was die Sache fürs Fotografieren wiederum spannend macht. Der hohe Weiß-Anteil in den Bildern macht die entstehenden Fotos außerdem Interessant für ein bestimmtes Druckverfahren. Den Ausdruck auf Alu-Dibond mit so genanntem Butlerfinish.
Dibond ist ein Markenname für ein Verbundmaterial. Letztlich ein Blech auf Vorder- und Rückseite, das mit einer Kunststoffschicht in der Mitte verklebt wird. Das macht das Material leichter als wenn es Vollmetall mit gleicher Stärke wäre. Außerdem entsteht auch eine gewisse Steifigkeit.
Dibond Drucke kann man bei verschieden Anbietern bekommen. Ich nutze ganz gerne die Firma Whitewall aus Berlin. Mit denen habe ich gute Erfahrungen gemacht, die Beratung ist top, gerade wenn man etwas größere Formate in Richtung DIN A0 produzieren lassen möchte kann man vorher sein Foto zur Überprüfung dorthin senden und erhält dann einen persönlichen Rückruf aus einem der Stores mit eine Empfehlung.
Jetzt wieder zum Bezug der Fotos hier oben. Es gibt verschiedene Verfahren, die in Zusammenhang mit Dibond angeboten werden. Ganz oft werden Fotodrucke auf Dibond kaschiert. Das heißt ein Ausdruck auf Papier wird auf die Trägerplatte – das Dibond – aufgeklebt. Das ist im gegebenen Fall aber uninteressant. Worauf ich hinaus möchte ist ein Direktdruck auf ein Dibond mit so genanntem Butlerfinish.
Butlerfinish wirkt wie gebürstetes Aluminium. Gibt es aber auch in anderen Farben wie Kupfer/Roségold oder Gold. Silber kommt bei Winterbildern bestimmt sehr gut. Der Trick ist simpel. Da die Weißanteile nicht gedruckt werden, bleibt an deren Stelle das Aluminium stehen. Was wiederum also nicht nur bei meinen Bildern vom verschneiten Schwarzwald, sondern bei Schwarz-Weiß Fotos im Allgemeinen einen tollen Effekt bietet. Farben schimmern metallisch, was also auch bei Vollfarbdrucken gut kommt.
Ein wenig Vorsicht ist sicherlich bei kupfer- oder goldfarbener Oberfläche geboten, da es dort zu Farbverfälschungen kommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Varianten sich eher für schwarz/weiß Fotografie eignen, außerdem ist es Geschmacksache, für mich ist Gold in dieser Form eher nichts 😎





